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LADAKH - KULTURSCHÄTZE UND FRAUENBEGEGNUNGEN

A. 08.07. – 27.07.2017

Eine ganz besondere Reise erwartet uns: Begegnungen und Gespräche mit ladakhischen Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Und darüber hinaus: die ganz besondere Entdeckung kaum bekannter Klosteranlagen und Kostbarkeiten in der abgelegenen Sham-Region.

Die Sham-Region im nordindischen Ladakh bezeichnet die Gegend westlich von Ladakhs Hauptstadt Leh. Abwechslungsreiche Gesteinsformationen in verschiedenen Farben beherrschen die trockene Hochgebirgswüstengegend, die jedoch von vielen kleinen Kanalsystemen durchzogen ist, um Land fruchtbar zu machen. Hier sind recht viele Dörfer angesiedelt, die z.T. Schätze aus vorigen Jahrhunderten beherbergen, die wenig bekannt sind. Kleine Dorftempel, ein Tunnelsystem in altem Dorfkern, uralte Klöster, Felszeichnungen von vor 3.000 Jahren und hoch am Felsen klebende Einsiedeleien sind zu entdecken. Die Dörfer sind frauendominiert – die einheimischen Frauen betreiben die Landwirtschaft und bieten Herbergen in Form von Homestays und Gästehäusern an. Kleine Nonnenklöster bieten außerdem einen Einblick in das Leben der spirituellen Frauen.
Unsere Reise beinhaltet neben spannenden Begegnungen auch viele Wanderungen und Spaziergänge und für die, die nicht gut zu Fuß sind, finden sich immer Alternativen.

Unterkünfte
Um ausreichend Zeit für Erkundungen und Begegnungen zu haben, übernachtet Ihr meist zwei Nächte in der gleichen Unterkunft: in Leh ist es ein 3-Sterne-Hotel, das Zimmer mit eigenem Bad und nette Sitzecken im Garten und auf Terrassen anbietet. In den ländlichen Regionen seid Ihr in Gästehäusern untergebracht, wo es teilweise nur Gemeinschaftsbäder gibt. Die Gästehäuser sind einfach und sauber, aber immer irgendwie besonders und mit einer exklusiven Atmosphäre. Und werden von Frauen betrieben, die hiermit ihre Existenz sichern und die wir mit unserer Reise gerne unterstützen wollen. Eine Nacht werdet Ihr in einem Homestay verbringen: eine privat betriebene Unterkunft im Haus einer ortsansässigen Familie. Meist handelt es sich hierbei um ein schlichtes Gästezimmer mit Matratze auf dem Boden (empfehlenswert ist, für diese eine Nacht einen eigenen, dünnen Schlafsack mitzubringen). Diese Homestay-Übernachtung bietet die einmalige Gelegenheit, dem Alltagsleben einer ladakhischen Familie unmittelbar und ganz authentisch näher zu kommen. Und um auch die etwas komfortablere Seite Ladakhs kennen zu lernen: an zwei Nächten erwarten Euch schön gelegene Hütten-Resorts mit tollem Blick und mitten in der Natur.

Klima
Von den Temperaturen her ist es im Juli in Ladakh üblicherweise sehr warm, manchmal kann es auch regnen. In höheren Lagen und auf Pässen kann es abends frisch sein.

Transfer vor Ort
Der Transfer in Ladakh geschieht mit Autos der Marke Toyota Innova o.ä. in gutem bis sehr gutem Zustand für jeweils 4 Personen. In Delhi ist das Fahrzeug klimatisiert, hier werden je nach Gruppengröße unterschiedliche Fahrzeuge eingesetzt.
 
Reiseleiterin
Eure Reiseleiterin während er gesamten Zeit ist Nana Ziesche, die in Ladakh ihre zweite Heimat gefunden hat, dort eine kleine Reiseagentur betreibt und diese faszinierende Tour für uns ausgearbeitet hat.


Tagesprogramm*

08.07.17: Abflug von Frankfurt/Main. Vorauss. mitternächtliche Ankunft in Delhi.

09.07.17: Frühmorgendlicher Weiterflug von Delhi nach Leh (3.500 m). Empfang durch die Reiseleiterin und Transfer nach Nyerma (19 km, ca. 30 min.), wo wir im Gästehaus eines Nonnenklosters übernachten. Den ganzen Tag lassen wir uns Zeit zur Höhenakklimatisation: ausruhen bzw. nur kleine Spaziergänge.
Erste Übern. in Gästehaus in Nyerma (M/A).

10.07.17: Teilnahme an der morgendlichen Puja (gemeinsames Gebet und Rezitieren buddhistischer Texte) der Nonnen. Anschließend Spaziergang zum schönst gebauten Kloster Ladakhs, dem Kloster Thikse (ca. 1 Std., keine Steigung), das dem Potala-Palast in Lhasa nachempfunden ist. Wir machen eine ausgiebige Besichtigung, auf Wunsch kann im dortigen Restaurant zu Mittag gegessen werden. Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Zweite Übern. in Gästehaus in Nyerma (F/A).

11.07.17: Fahrt nach Leh (30 min.). Die ladakhische Hauptstadt war früher Knotenpunkt von Karawanen. Im Wandel der Zeiten wandelte sich auch die Altstadt unter dem Königspalast. Auf einem geführten Spaziergang erfahren wir mehr über die Zusammenhänge von früher und die Schwierigkeiten und Entwicklungen der neueren Zeit. Außerdem besuchen wir die Nonnen in ihrem Hauptquartier, der Ladakhs Nuns Association. Die Geschichte der Nonnen hat ebenfalls eine bewegte Zeit hinter sich.
Erste Übern. in Hotel in Leh (F/A).

12.07.17: Morgens treffen wir die Gründerin und Inhaberin der Ladakh Nature Products. In ihrem kleinen Laden vertreibt sie Produkte, die die Frauen aus Ladakh hergestellt haben. Wir fahren mit ihr in das 7 km entfernte Choglamsar, um einige der Handwerkerinnen zu treffen, die Produktion anzuschauen, über das Handwerk in Ladakh zu lernen und mit ihnen Mittag zu essen. Nachmittags bleiben wir in Choglamsar und besuchen noch eine Mani-Steinhauerin (sie meißelt Mantren in Steine) sowie eine Weberin, die nicht nur selber webt sondern auch weitere Frauen anlernt (eine Besonderheit, denn Weben ist traditionell eigentlich Männerhandwerk in Ladakh). Außerdem haben wir hier die Möglichkeit eine Amchi (Ärztin der tibetischen Medizin) zu besuchen.
Zweite Übern. in Hotel in Leh (F/M/A).

13.07.17: Wir packen unsere Sachen in die Autos und fahren zuerst nach Phey (18 km/30 min.), wo sich der Campus von Secmol (www.secmol.org) befindet. Secmol wurde 1988 gegründet mit dem Ziel, das Bildungssystem in Ladakh zu reformieren. Das ökologisch orientierte Campusgelände dient für Trainings und Workshops usw. Bei einem Rundgang wird uns alles gezeigt und erklärt, und anschließend können wir mit CampusbewohnerInnen über Bildung, ladakhische Kultur und die Ansichten junger Leute diskutieren.
Zum Mittag fahren wir in das ca. 20 Min. entfernte Dorf Phiyang. Cristina aus Italien hat einen Ladakhi geheiratet und betreibt ein Gästehaus mit wundervollem Blick über das Indus-Tal. Hier werden wir die nächsten zwei Nächte übernachten! Nachmittags besuchen wir das große Kloster in Phiyang sowie einen ganz speziellen kleinen Klosterraum, den Guru Lhakang, mit sehr seltenen Wandmalereien der Schüler von Lotsava Rinchen Zangpo.
Erste Übern. in Guesthouse in Phiyang (F/M/A).

14.07.17: Fahrt entlang des Indus und dann noch ein Stück entlang des Zanskar-Flusses (ca. 1 Std.), von dort wandern wir nach Sumda Chun. Sumda Chun ist ein kleines Dorf mit wenigen Häusern und ohne Stromanschluss, aber mit einem Juwel von uraltem Klostergebäude aus der Alchi-Periode. Neben 1.000 Jahre alten Statuen und Wandmalereien bietet sich ein schöner Blick über das Tal (Gehzeit: ca. 3 Std. hin und zurück, von 3.500 m auf 3.950 m und wieder hinunter). Anschließend Rückfahrt nach Phiyang.
Zweite Übern. in Guesthouse in Phjyang (F/LP/A).

15.07.17: Fahrt nach Saspotse (1,5 – 2 Std.). Unterwegs machen wir einen Stopp in Taru. Dort gibt es einen Felsen, unter dem der Tantriker Padmasambhava meditiert haben soll. Allerdings beanspruchen die Sikhs diesen Felsen auch für sich und sind überzeugt, dass sich eine Legende ihrer Religion um ihn rankt. Um die Vereinnahmung zu verhindern, wohnt eine Nonne permanent in einem kleinen Haus neben dem Heiligtum und bewacht ihn sozusagen. Sie wird von der Dorfbevölkerung und insbesondere von ihrem Vater unterstützt. Bei einer Tasse Tee lernen wir sie kennen. In Saspotse kommen wir in einem oder mehreren Homestays bei freundlichen Frauen des Ortes unter. Sie gehören alle der Snowleopard Conservancy an, die sich gut um die Organisation kümmert. Im Winter kommen viele Leute in diesen Ort, um Schneeleoparden zu sichten, die sich oftmals bis zum Dorf hinunter begeben. Wir lernen das Dorfleben kennen und steigen hinauf zum kleinen alten Lhakang, der viele kleine Holzbuddhas und Stupas enthält – eine Rarität in Ladakh! Kaum jemand kennt diese kleine Kostbarkeit.
Übern. in Homestay in Saspotse (F/A).

16.07.17: Heute geht es wieder ein Stück zurück zum „Highway“ und hinunter zum Indus (ca. 2,5 Std. Fahrtzeit). Wir besuchen in Saspol die alten Höhlen. Unser Tagesziel Alchi lassen wir erst einmal links liegen und fahren auf der linken Indus-Seite zum kleinen Dorf Mangyu mit einem kleinen Kloster aus der Zeit von Lotsava Rinchen Zangpo. Alchi, Sumda Chun und Mangyu sind die einzigen Klosteranlagen aus der Zeit von Lotsava Rinchen Zangpo und die größten erhaltenen in Ladakh. Zurück in Alchi treffen wir Nilza: bei einem gemeinsamen Kochkurs wird sie uns diverse Gerichte der ladakhischen Küche vorstellen, die wir uns anschließend munden lassen.
Übern. in einem Resort in Alchi (F/A).

17.07.17: Besichtigung des größten Klosterkomplexes aus der Zeit Rinchen Lotsava Zangpos – ein Weltkulturerbe! Fahrt nach Chulichan und Rizong, zwei einsam gelegene Klöster, das eine für Mönche, das andere für Nonnen. Lauffreudige können in 3 Std. über den Pass Kunu-la nach Hemis Schukpachen laufen, die anderen fahren im Auto (insges. ca. 1 Std. Fahrtzeit an diesem Tag). Hemis Schukpachen ist ein großer Ort in schöner Landschaft mit viel Ruhe, Spaziermöglichkeiten und Entdeckerinnenpotential. Wir bleiben zwei Nächte und haben Zeit, das Dorfleben in Ladakh kennen zu lernen.
Erste Übern. in Gästehaus in Hemis Schukpachen (F/M/A).

18.07.17: Wir verbringen den ganzen Tag in Hemis Schukpachen: wir haben die Möglichkeit, zur Einsiedelei Dragmar zu wandern (Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, Gehzeit ca. 3 Std.), die alten Nonnen zu besuchen, in die Schule zu gehen, die Feldarbeit mitzuerleben usw.
Zweite Übern. in Gästehaus in Hemis Schukpachen (F/M/A).

19.07.17: Eine 5-stündige Wanderung führt durch abwechslungsreiche, fantastisch überraschend bunte Bergwelten in das nächste größere Dorf nach Westen: Tingmosgang. Das Gepäck und die Nicht-Wanderinnen fahren im Auto. Diejenigen, die wandern, kommen an einem berühmten Wachholderwäldchen vorbei (eine Rarität in Ladakh!) und in eine eigenartige Sandberg-Landschaft hinein. Diese Hügel sind von allen erdenklichen Sandfarben durchzogen: vom tristen Grau bis zum flammenden Ziegelrot. Von der ersten Passhöhe (3.700 m) geht es steil hinab (ca. 200 Höhenmeter). Entlang gewaltiger, sich hoch auftürmender Moränenblöcke durchqueren wir den Talkessel und steigen steil hinauf (300 Höhenmeter) auf knapp 3.800 m. Danach geht es nur noch bergab nach Tingmosgang. Ein Tagesrucksack mit Lunchpaket und Wasserflasche etc. muss getragen werden.
Erste Übern. in Hotel in Tingmosgang (F/LP/A).

20.07.17: Tingmosgang ist ein großes reiches Dorf mit vielen Nebendörfern und lädt zu diversen Spaziergängen ein. Wir bleiben 3 Nächte und gestalten unser Programm relativ flexibel. Es gibt ein Kloster oben auf einem Hügel, zwei Nonnenklöster, diverse Schulen und ein friedliches Dorfleben. Eine Wanderung führt von einem einzigartigen Tunnelsystem in Tia durch die Felder zurück zum Hotel (ca. 2,5 Std.).
Zweite Übern. in Hotel in Tingmosgang (F/M/A).

21.07.17: Ein Tagesausflug mit dem Auto führt nach Lamayuru (je 1,5 Std. Autofahrt für Hin- und Rückweg), einem der beeindruckendst gelegenen Dörfer in Ladakh mit dem Moon-Valley und einem Kloster auf bizarrem Sandstein. Wir haben Zeit für eine gemütliche Besichtigung und essen auch dort zu Mittag. Außerdem fahren wir einen kleinen Abzweig Richtung Dah Hanu nach Dhomkar, wo es am Indus einen großen natürlichen „Rock Garden“ mit 3.000-5.000 Jahre alten Felszeichnungen gibt. Die verschiedenen Malereien sind erstaunlich gut erhalten und recht unterschiedlich gezeichnet.
Dritte Übern. in Hotel in Tingmosgang (F/M/A).

22.07.17: Für die heutige Wanderung fahren wir zunächst ein kurzes Stück (ca. 5 km) zur Hauptstraße. Auf einer Fußgängerbrücke überqueren wir den Indus. Zuerst durch ein breiteres Tal, später durch eine schmale, einzigartige Schlucht erreichen wir das schön gelegene Dorf Tar. Der gleiche Weg führt sodann wieder zurück (Gehzeit gesamt ca. 2-3 Std.). Mit den Autos fahren wir sodann indusaufwärts, wo wir uns eine der komfortabelsten Unterkünfte in Ladakh gönnen: ein ruhig gelegenes Resort mit schönem Blick auf den Fluss.
Übern. in Resort am Indus (F/LP/A).

23.07.17: Rückfahrt nach Leh, unterwegs Stopp in Spituk (ca. 2 Std. Fahrzeit gesamt). Dort Klosterbesichtigung und Abstieg zum Indus. Auf der schönen Wiese gibt es ein Picknick zum Abschluss dieser Reise durch die Sham-Region.
Erste Übern. in Hotel in Leh (F/LP/A).

24.07.17: Zur freien Verfügung in Leh: für Shopping, weitere Besichtigungen, Ausruhen...
Zweite Übern. in Hotel in Leh (F/A).

25.07.17: Rückflug nach Delhi und Transfer zum Hotel. Nachmittags Fahrt nach Dilli Haat, einem Gelände mit Handwerker- und Essensständen der verschiedenen Regionen und Bundesstaaten Indiens. Hier können wir die Vielfalt Indiens in allen Facetten sehen und schmecken!
Übern in Hotel in Delhi (F/A).

26.07.17: Stadtbesichtigung in Delhi mit Besuch des tibetischen Viertels, abends Abschiedsdinner im legendären Restaurant Chore Bizarre. Anschließend Transfer zum Flughafen und abendlicher Rückflug nach Deutschland (F/A).

27.07.17: Ankunft in Frankfurt/Main.


F = Frühstück / M = Mittagessen / LP = Lunchpaket oder Picknick / A = Abendessen

*Änderungen vorbehalten







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  PREIS:

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zur Buchung


LEISTUNGEN:
Flug ab/bis Frankfurt/Main (Anschlussflüge gg. Aufpreis) nach Delhi u. retour, Flughafentransfers, innerindischer Flug Delhi – Leh – Delhi, 16 Übern. in DZ in Hotels und Gästehäusern (teilweise mit Gemeinschaftsbad), 1 Übern. in Homestay, Verpflegung wie im Programm angegeben, Besuche und Begegnungen wie im Programm angegeben, alle Transfers vor Ort, Wanderführungen, Eintrittskosten und Permit für den Rock Garden, Altstadtrundgang in Leh, Kochkurs in Alchi, Sightseeing-Tour in Delhi und Besuch von Dilli Haat, lokale englischsprachige Führerin, Übersetzungshilfe und Begleitung durch deutschsprachige Reiseleiterin

EZ-ZUSCHLAG:
340 € (nicht im Homestay und evtl. nicht in Gästehäusern möglich)

NICHT IM PREIS ENTHALTEN:
Visumskosten, Trinkgelder, Reiseversicherungen

TEILNEHMERINNEN:
5 – 12 Frauen

VERANSTALTERIN:
Frauen Unterwegs – Frauen Reisen

EINREISE:
Reisepass mit 6-monatiger Gültigkeit, Visum für Indien, evtl. Auffrischungsimpfungen (Polio, Tetanus, Diphterie) u. Hepatitis

WANDERNIVEAU:
leicht bis mittel

SONSTIGES:
gesunde körperliche Grundkondition ist aufgrund der geografischen Höhe des Landes (3.500 m) erforderlich