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KALABRIEN - SÜDITALIENS UNBEKANNTE SCHÖNE

A. 23.09. - 03.10.2017

Ganz im Süden Italiens, in der „Stiefelspitze“ und vis-à-vis zu Sizilien, liegt Kalabrien, umspült von zwei Meeren: ideal für Vergnügungen zu Wasser und zu Land, im Minibus und per Schiff – und zur rauchenden Vulkaninsel Stromboli.

Eine relativ unbekannte Region von seltener Schönheit und Vielfalt erstreckt sich in Süditalien, zwischen dem tyrrhenischen Meer mit weißen, karibik-ähnlichen Badebuchten an der einen Seite und dem ionischen Meer mit endlos langen Sandstränden an der anderen Seite. Von mächtigen Gebirgsketten durchzogen, gibt es kaum einen Ort im Landesinneren Kalabriens, der mehr als 30 km vom Meer entfernt ist, so dass sich die Frage “Berge oder Meer?” hier nicht stellt. Verlassene, verwunschene Orte und bizarre Felsformationen wechseln sich ab mit üppiger Vegetation, rauschenden Wasserfällen und blauen Seen.

Kalabrien blickt auf eine über 3000jährige Kultur zurück: eine Kultur, die geprägt wurde von den unterschiedlichsten Völkern. Griechen, Römer, Karthager, Byzantiner, Normannen, Staufer und Aragonesen, um nur einige zu nennen, umkämpften das Land. Diese lange Geschichte hinterließ ihre Spuren nicht nur im Stadtbild, das mal maurische, dann wieder byzantinische oder normannische Einflüsse aufweist, sondern auch in der Kultur und der Sprache. Heute gilt Kalabrien als Land, in dem “die Uhren noch anders ticken”, als ganz eigene Mischung aus Moderne und Tradition. Weit entfernt vom modernen Norden Italiens findet sich hier, neben der besonderen landschaftlichen Schönheit, eine Gesellschaft, die sehr eng den alten Traditionen verbunden ist, und Szenen, die oft an Bilder aus dem “alten” Italien der 50er Jahre erinnern.

REISELEITERIN
Eure Reiseleiterin Felicitas hat in Deutschland viele Jahre im Bildungsbereich gearbeitet, doch nun lebt und arbeitet sie schon seit mehreren Jahren in Kalabrien. Als „halbe Griechin“ war sie sofort von der vielerorts griechisch geprägten Landschaft und Kultur dieser süditalienischen Region fasziniert. Und je mehr sie über die alte und dramatische Geschichte Kalabriens erfuhr, die Menschen der Region und die grandiose Landschaft kennen lernte, desto mehr verliebte sie sich schließlich in diese ganz besondere Atmosphäre des „wilden Südens“.

ANREISE
An- und Abreiseflughafen ist Lamezia Terme (bei der Flugbuchung sind wir gerne behilflich). Günstige Flüge gibt es auch nach Neapel und von dort Weiterfahrt mit dem Zug bis Lamezia Terme (ca. 3,5 Std.) – die Zugfahrt ist bereits ein Erlebnis, da die Bahnstrecke direkt am Meer entlangführt und sehr schön ist. Von Lamezia Terme erfolgt sodann ein gemeinsamer Gruppentransfer zur Unterkunft. Bitte vor Buchung eines Fluges mit uns wegen der Transferzeiten sprechen.

UNTERKUNFT 
Infos folgen

TAGESPROGRAMM*

1.Tag: Anreise
Ankunft am Flughafen Lamezia Terme, Gruppentransfer zur Unterkunft am Capo Vaticano, Einchecken. Da Ihr möglicherweise zu sehr unterschiedlichen Zeiten ankommt, gibt es kein gemeinsames Abendessen. Stattdessen bekommt ihr einen kleinen Antipasto-Teller und dazu natürlich ein Glas Wein aufs Zimmer.

2. Tag: Capo Vaticano
Heute und morgen erkunden wir die nähere Umgebung ganz entspannt, lassen uns ein auf den gemächlicheren südländischen Rhythmus und entdecken bei einer Wanderung das Capo Vaticano, das „heiligen“ Kap. Es gibt kaum einen Ort an der „Küste der Götter“, der so beliebt und bekannt ist – zu Recht. Dieses Kap ist von besonderer Schönheit mit seinen steil ins azurblaue Wasser fallenden Felsen, den kleinen weißen Buchten dazwischen, dem weiten Blick in alle Himmelsrichtungen. Wir spazieren durch Felder und Olivenhaine und spätestens beim Blick vom „Belvedere“ verstehen wir, warum dieser Küstenabschnitt so oft mit der Karibik verglichen wird. Nach unserem ca. 2 ½ stündigen Spaziergang gibt es ein gemeinsames Mittagessen in einem kalabresischen Ristorante.

3. Tag: Mittelalterliches Tropea
Es geht am Strand entlang, von dem aus man den besten Blick auf die steil aus den Felsen steigenden Palazzi hat. Wir besichtigen die kleine schöne  Benediktinerwallfahrtskirche Santa Maria dell' Isola, die über steile Treppen zu erreichen ist. Doch der Aufstieg lohnt sich, denn von oben habt Ihr einen traumhaften Blick auf Tropea und die dahinterliegenden Berge. Nach einem Abstecher ins alte Fischerviertel lassen wir uns durch das mittelalterliche Städtchen treiben, besichtigen die schönen Palazzi, den normannischen Dom (dieser ist meistens auch von Innen zu besichtigen) und finden unzählige malerische Motive in den kleinen Gässchen. Anschließend gehen wir gemeinsam Mittagessen.

4. Tag: Vibo Valentia und Zungri
Heute verlassen wir die  Küste und fahren ca. 25 km landeinwärts auf eine Hochebene nach Vibo Valentia, der Provinzhauptstadt. Auch Vibo Valentia blickt auf griechische Ursprünge zurück und hat sich als Erbe der Vergangenheit ein schönes altes Stadtzentrum mit einer oberhalb gelegenen Burg erhalten. In diesem auf den Resten einer griechischen Akropolis erbauten, von den Normannen begonnenen und von Friedrich II. fortgeführten Kastell ist das staatliche archäologische Museum untergebracht. Sehenswert ist hier nicht nur die Sammlung vor allem aus griechisch-römischer Zeit, sondern auch der Blick vom Kastell in die bergigen Weiten Kalabriens hinein.
Unser Rückweg, den wir gegen Nachmittag antreten, führt uns durch Zungri, wo wir uns Zeit nehmen, um die bekannten „Höhlenwohnungen“ aus dem 11.-13. Jahrhundert anzusehen, die ursprünglich von basilianischen Mönchen in den geschützten schwer zugänglichen Hängen in der grünen Wildnis bewohnt worden waren. Den anschließenden Imbiss bei Giulia, einer Kalabresin, die hier einen kleinen Laden mit selbstgemachten Produkten betreibt (unter anderem mit ihrer handgemachten Seife, über die sie gerne erzählt) haben wir uns nach dem Laufen und Schauen wirklich verdient. Und auch die schöne Gelegenheit typische Spezialitäten in sehr hoher Qualität und nicht auf „Touristen-Niveau“ zu genießen. Zum Abschluss dieses Tages machen wir Halt in Brattiro, wo in diesen Tagen die jährliche große Feier zweier Dorfheiliger stattfindet, und bestaunen den Festtagsschmuck und die Vielzahl der Stände, wo kilometerlang alles angeboten wird, was man hier im Leben so braucht (oder auch nicht). 

5. Tag: Reggio Calabria im äußersten Süden
Unser heutiger Ausflug führt uns in den äußersten Süden Kalabriens, nach Reggio Calabria, der ehemaligen Hauptstadt Kalabriens, direkt an der Straße von Messina und zu Füßen des Aspromonte gelegen. Nach einer Fahrt über die Küstenstraße und durch die fruchtbare, mit Oliven- und Orangenhainen bewachsene Ebene von Gioia Tauro erreichen wir Reggio Calabria. Hier besuchen wir das Museo Nazionale und machen einen Spaziergang durch die mondäne Einkaufsstraße Corso Garibaldi. Nur wenige Meter entfernt vom Corso ist der vielleicht „schönste Kilometer Italiens”: der Lungomare von Reggio Calabria. Großzügig, mit gigantischen Magnolienbäumen beschattet, erstreckt sich der Lungomare entlang der Straße von Messina mit wunderschönem Blick auf das nur 3 km entfernte Panorama Siziliens. Danach fahren wir Richtung Tropea bis nach Scilla, einem alten Fischerort, der in der Antike als Sitz der “Skylla” (Skylla und Charybdis) galt. Nach einem erholsamen Mittagessen – Scilla ist Zentrum des Schwertfischfangs – schlendern wir durch das Fischerviertel mit seinen alten malerischen Häusern direkt am Meer, bevor wir wieder zu unserer Unterkunft zurückfahren.

6. Tag: Ausflug nach Stromboli
Vormittags zur freien Verfügung, am frühen Nachmittag schiffen wir uns zu einem Besuch des Stromboli ein, den wir sicherlich schon einige Male in der Ferne rauchen sahen. Schon die ca. 1½ stündige Schifffahrt ist ein Erlebnis. Nicht selten von Delphinschwärmen begleitet, sehen wir die Vulkanspitze des aktiven Stromboli näher rücken und erfahren unterdessen viel über die höchst interessante Welt der Vulkane vom Ätna über die liparischen Inseln bis zum Vesuv. Nach unserer Ankunft auf Stromboli können wir am schwarzen, feinsandigen Lavastrand mit seinen Fischerbooten entlang spazieren, an kleinen Bars vorbei bis ins Dorf hinauf schlendern, auf den Spuren von Ingrid Bergmann wandeln, die hier in den 50er Jahren den Film „Stromboli“ drehte, und den Besonderheiten des „Lebens auf dem Vulkan“ nachspüren. Bei Einbruch der Dunkelheit legt das Schiff wieder ab und umrundet den Stromboli bis zur “strada del fuoco” (Feuerstraße), da man von hier aus einen besonders spektakulären Blick auf die regelmäßigen Eruptionen und auf die Lava hat, die sich vom Krater ins Meer stürzt. Stromboli – eine Insel mit einer ganz eigenen, faszinierenden Atmosphäre…!

7. Tag: Zur freien Verfügung

8. Tag: Gerace und Frauenkooperative
Wir durchqueren Kalabrien an einer der schmalsten Stellen von der tyrrhenischen zur ionischen Küste. Größer könnten die Gegensätze auf der Fahrt von der subtropischen Steilküste, durch Berge und Wälder, an die heißere und noch mehr griechisch geprägte, flache Küste der ionischen Seite kaum sein. Nach einer ca. 1½ stündigen Fahrt erreichen wir Gerace (ca.15 km vom Meer entfernt), einen der bekanntesten und ältesten Orte hoch über dem ionischen Meer. In Gerace besichtigen wir die Kathedrale Mariä Himmelfahrt. Sie stammt aus dem 11. Jahrhundert und wurde im 13. Jahrhundert renoviert. Die Kathedrale misst ca. 73 m x  26 m und ist  die größte Kirche Kalabriens. Außerdem besuchen wir eine Frauenkooperative, die selbstorganisiert Stoffe webt und vertreibt: Kalabrien blickt auf eine reiche Geschichte der Stoffverarbeitung, Seidenproduktion und Weberei zurück. Auf der Rückfahrt zur Unterkunft machen wir noch einen Abstecher nach „MuSaBa“ - ein Kunstprojekt des betagten Künstlers Nik Spatarie, der hier auf einem ehemaligen Klostergelände in einer wenig besiedelten und dicht bewaldeten Gegend einen ganz besonderen Ort geschaffen hat, in dem er gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Hiske lebt und arbeitet. Beide waren früher international tätig - Spatari hat unter anderem mit Le Corbusier gearbeitet und hat 2011 zum letzten Mal bei der Biennale in Venedig ausgestellt.

10. Tag: Pizzos berühmte Höhlenkirche
Wir fahren mit dem Bus hinunter nach Pizzo, einem idyllischen Fischerort ca. 30 km von Tropea entfernt. Wir besuchen die berühmte Höhlenkirche “Piedigrotta” und lassen uns durch die engen neapolitanisch anmutenden Gassen bis zur hoch über dem Meer gelegenen Piazza treiben. Mit herrlichem Blick über die Küste und auf das “Castello Murat” (ein normannisches Kastell mit dramatischer Geschichte) können wir hier ein “Tartufo” genießen – eine Eiskreation, für die der Ort Pizzo bekannt ist (und darauf sehr stolz ist!) und die man nur hier original und handgefertigt serviert bekommt. Den letzten Tag beschließen wir mit einem gemeinsamen Pizzaessen.

11. Tag: Abreise
Transfer zum Flughafen und Rückflug.
*Änderungen vorbehalten, insbesondere aufgrund von Wetterbedingungen kann der Ausflug nach Stromboli auf einen anderen Tag entfallen.

*Änderungen vorbehalten






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  PREIS:

Bitte immer für andere angezeigte Termine über die Seite Reisetermine diese neu anwählen.

zur Buchung


LEISTUNGEN:
Gruppentransfer vom / zum Flughafen Lamezia Terme, 10 Übern. in DZ mit Du / WC, Frühstück, 4 x Mittagessen & 1 x Abendessen (landestypisch mit jeweils ¼ l Wein u. ½ l Wasser pro Frau), 1 x Imbiss bei Gulia, Ausflüge mit Minibus lt. Programm, Schiffstour Stromboli, Eintritt archäologisches Museum Vibo Valentia, Eintritt Höhlenkirche Piedigrotta, deutschsprachige Reiseleiterin

EZ-ZUSCHLAG:
150 €

NICHT IM PREIS ENTHALTEN:
An- und Abreise, weitere Verpflegung, Eintritt Museo Nazionale in Reggio Calabria

TEILNEHMERINNEN:
5 – 15 Frauen

VERANSTALTERIN:
Frauen Unterwegs – Frauen Reisen